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Pariser U-Bahn

von | Mai 7, 2016 | in U-Bahn

Wie man die öffentlichen Verkehrsmittel der Pariser U-Bahn (“Metro”) benutzt

Pariser Netzpläne, Fahrpläne, Einzel- und Mehrfahrtenscheine, Nützliche Reiseinfos

Das Pariser U-Bahnsystem besteht aus 300 Stationen und 16 verschiedenen Linien, die die 10x10km große Pariser Innenstadt bedienen.[1][2] Die U-Bahnlinien haben die Nummern 1 bis 14 und zwei „bis“ oder sekundäre Linien mit den Nummern 3b und 7b.

Netzpläne der Pariser U-Bahn

Die öffentlichen Verkehrsbetriebe von Paris (RATP) stellen drei U-Bahn Netzpläne zur Verfügung, die hier auf ParisByTrain.com heruntergeladen werden können:

einen einfachen Netzplan der Pariser U-Bahnlinien mit Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten:

einen komprimierten Netzplan der Pariser U-Bahnlinien in Kleinformat

einen a Netzplan der Pariser U-Bahnlinien mit Straßenkarte

Andere Netzpläne wie zum Beispiel Pläne einzelner U-Bahnlinien können direkt von RATP.fr (auf französisch) heruntergeladen werden.

Fahrpläne der Pariser U-Bahn

Die Pariser U-Bahn fährt von ungefähr 05:30 – 00:40 von Sonntag bis Donnerstag und von 05:30 – 01:40 Freitags, Samstags und vor Feiertagen. Die meisten Züge verkehren alle 2 Minuten während der Hauptverkehrszeit und zwischen 8-10 Minuten in verkehrsschwachen Zeiten sowie an Feiertagen und Sonntagen.

Der Fahrplan der Pariser U-Bahn Linien kann hier heruntergeladen werden. Zuletzt aktualisiert im Januar 2013. Die Abfahrtzeiten sind ungefähre Angaben! Die Fahrpläne beinhalten zusätzlich die Abfahrtzeiten der Linien RER A (Disneyland) und RER B (Flughafen).

Routenplaner

Die RATP stellt auf ihrer Internetseite einen Routenplaner zur Verfügung, der auf Basis von Straßennahmen, Haltestellen, oder bekannten Sehenswürdigkeiten einen Reiseplan zusammenstellt, inklusive notwendiger Umsteigeplätze und Reisezeit. Unter „Criteria“ kann die Suche außerdem nach den geringsten Umsteigemöglichkeiten, geringsten Abstand zu Fuß und der schnellsten Route (Voreinstellung) gefiltert werden.

Fahrkarten und Pässe

Es gibt verschiedene Arten von Fahrkarten, wie zum Beispiel Einzelfahrkarten, 10er oder 20er Fahrkarten, Mehrtageskarten, Montag-Sonntag Wochenkarten, Monatskarten und Jahreskarten.

Einzelfahrkarten

Einzelfahrkarten für die U-Bahn heißen “Ticket t+”. Diese Fahrscheine sind gültig für eine beliebig lange Einzelfahrt innerhalb der U-Bahn, inklusive Umsteigeoptionen zu anderen U-Bahnlinien und RER Stadtbahnen innerhalb der Zone 1Zone 1. Die Fahrscheine sind als Einzelkarte oder als Sammelkarte im 10er Pack erhältlich.

Fahrkarten können entweder an einem besetzten Schalter innerhalb der Station oder an einem der Fahrkartenautomaten gekauft werden. Die Automaten akzeptieren Euro Münzen und Kreditkarten mit Chip. Der Einzelfahrschein kostet ().

10er Sammelkarten, sogenannte “carnet” [kar-neh], sind für den reduzierten Preis von erhältlich ( pro Fahrkarte, etwa 20% unter regulärem Tarif). Für Kinder von 4 bis 9 Jahren können ermäßigte Sammelkarten im 10er Pack für gekauft werden. Kinder bis zu 3 Jahren fahren kostenlos. Denken Sie daran, dass Kreditkarten ohne Chip nicht funktionieren, weder am Schalter noch an den Fahrkartenautomaten. Die einzige Alternative sind Euro Geldscheine oder Münzen.

Tageskarten

Eine Tageskarte heißt Ticket Mobilis und gilt bis Betriebsschluss des jeweiligen Tages für beliebig viele Fahrten innerhalb des U-Bahn Netzes. Die Tageskarte ist ein Coupon von ungefähr der Größe des U-Bahn Tickets t+.

Das Ticket Mobilis ist für verschiedene Tarifzonen erhältlich, von 1-2 Zonen bis 1-5 Zonen. Sollte ausschließlich innerhalb des Pariser Stadtzentrums gefahren werden, ist das 1-2 Zonen Ticket zu empfehlen, das für den gesamten U-Bahnnetzplan gültig ist. Es kostet  .

Angefügt ist die gesamte Preisübersicht für eine Tageskarte in Paris:

Preise für die Ticket Mobilis Tageskarte

Da die Tageskarte für einen beliebigen Tag gekauft werden kann und somit nicht automatisch entwertet wird, muss das jeweilige Datum vor Fahrtantritt auf die Tageskarte geschrieben werden. Um eine Mehrfachnutzung von verschiedenen Personen vorzubeugen, muss außerdem der Vor- und Nachnahme auf der Fahrkarte vermerkt sein.

Mehrtageskarte für die Pariser U-Bahn

Mehrtageskarten sind auf Touristen und Besucher zugeschnitten und heißen Carte Paris Visite. Sie sind für 3 und 5 Zonen erhältlich und gelten 1, 2, 3 oder 5 Tage. Die Preise für Geltungsdauer und Zonen sind wie folgt (zuletzt aktualisiert ):

Preise für die Carte Paris Visite:

Die Carte Paris Visite besteht aus einer Plastikkarte (ähnlich dem Ticket Mobilis) und einer schwarzen, gefalteten Papierkarte. Auf der schwarzen Karte muss der Name des Karteninhabers in Druckbuchstaben vermerkt sein; auf der Plastikkarte müssen die Kartennummer sowie das jeweilige Datum mit einem Kugelschreiber eingetragen werden, um einer Mehrfachnutzung der Karte von verschiedenen Personen vorzubeugen.

Mit der Carte Paris Visite erhalten Touristen zusätzlich ermäßigte Eintrittspreise für verschiedene Touristenattraktionen. Um die Ermäßigung zu erhalten müssen Touristen die schwarze Papierkarte sowie die gültige Plastikkarte vorzeigen (die orangene Karte auf dem Foto oben).

Wochenkarten für die Pariser U-Bahn

Eine Wochenkarte (Pass Navigo Découverte) gilt ausschließlich von Montag bis Sonntag und ist somit nicht automatisch 7 Tage gültig. Daher ist die Wochenkarte ungünstig für Touristen, die Mitte der Woche in Paris ankommen. Die Karte kann bis Donnerstag 23:59 Uhr der jeweiligen Woche an den meisten Schaltern der U-Bahn, RER und größeren Zugstationen gekauft werden. Ab Freitag werden Wochenkarten für die darauf folgende Woche verkauft. Die Navigo Découverte Wochenkarte ist nicht an den Ticketautomaten erhältlich. Sie ist erhältlich für 4 unterschiedliche Tarife mit folgenden Preisen (Tarifs Semaine = Wochenpreis, Tarifs Mois = Monatspreis, zuletzt aktualisiert ):

Carte Orange Navigo Découverte Preise:

Die Zonen 1-5 beinhalten Fahrten zu und von den Flughäfen Charles de Gaulle (CDG, Zone 5) und Orly (ORY, Zone 4) sowie Züge nach Paris-Versailles (Zone 4).

Die Preise in der obigen Tabelle beinhalten nicht die 5 Euro, die zusätzlich für den Erhalt der Plastikkarte selbst bezahlt werden müssen. Anders als zum Beispiel bei der London Oyster Card werden diese 5 Euro nicht zurückerstattet.

Für den Kauf der Wochenkarte Navigo Découverte muss ein Passfoto des Formats 2,5cm hoch x 2cm breit vorgelegt werden und auf die Papier Nominativkarte geklebt werden, die Karteninhaber zusätzlich zu der Plastik-Smartcard erhalten.

Das Foto kann zu Hause gemacht werden und entweder ein schwarz-weiß oder ein Farbfoto sein. Der Name muss auf dem Ticket vermerkt werden. Nachdem die Karte vollständig ausgefüllt ist wird über die Bildseite der Karte eine selbsthaftende Plastikfolie geklebt, um das Foto und den Namen des Karteninhabers zu schützen. Die kontaktlose Plastik-Smartcard sowie das Papierticket gelten nur zusammen als gültiger Fahrschein.

Unterwegs in der Pariser U-Bahn

Pariser Flughäfen

Pariser Flughäfen sind über das RER Bahn-Netz erreichbar, nicht mit der Pariser U-Bahn. Die Artikel RER B from CDG to Paris, Orly to Paris und Paris Beauvais Airport Train (jeweils auf Englisch) bieten hierzu mehr Informationen.

Pariser U-Bahn Stationen & U-Bahn Tickets

Die meisten der 300 Pariser U-Bahn Stationen sind unterirdisch angelegt und nur eine Handvoll befinden sich auf Straßenhöhe. Die einzelnen Stationen sind durch unterschiedlich aussehende Schilder gekennzeichnet, die im Folgenden aufgelistet sind.

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Ein paar U-Bahn Stationen sind mit größeren Bahnhöfen zusammengelegt (“gare”), die weitere Anbindungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Intercity Züge und RER Regional Express Züge bieten, die sowohl unterirdisch als auch überirdisch verkehren. Einige nennenswerte Bahnhöfe innerhalb von Paris, die jeweils alle der drei unterschiedlichen Transportmöglichkeiten bieten, sind: Gare St. Lazare, Gare du Nord, Gare de l’Est, Gare de Lyon, Gare d’Austerlitz und Gare Montparnasse. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Pariser U-Bahn Stationen und Linien nicht Behindertengerecht ausgestattet bzw. zugänglich. Alle Stationen haben mehrere Ein- und Ausgänge; bis zu zehn in der größten U-Bahn Station, Chatelet Les Halles.

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Straßenkarten sind innerhalb des Pariser Stadtzentrums aufgestellt und geben Informationen über den Standort und jeweiligen Bezirk (“arrondissement”), in dem man sich gerade befindet. Sie sind ein nützliches Hilfsmittel, um nahegelegene U-Bahnstationen zu finden.

Einzelfahrkarten können innerhalb der U-Bahn Stationen an offenen Schaltern und an aufgestellten Fahrkartenautomaten gekauft werden. Die meisten Mehrstrecken/Mehrtageskarten sind nur an den Schaltern erhältlich, mit Ausnahme der Ticket Mobilis Tageskarte, die auch an den Automaten verkauft wird.

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Fahrkartenschalter sind nicht immer offen bzw. besetzt, weshalb oft auch auf die Fahrkartenautomaten zurückgegriffen werden muss. Manche Stationen bieten direkten Zugang zu den Plattformen. In diesen Fällen muss man schon vorher in Besitz einer gültigen Fahrkarte sein. An Fahrkartenautomaten wie solchen im obigen Foto kann mit Euro Münzen (für Beträge bis zu 30 Euro) und Kreditkarten mit Smartchip bezahlt werden. Geldscheine werden von den Automaten nicht akzeptiert. Detaillierte Informationen für die Benutzung der Automaten finden sich in der Anleitung für die Benutzung der Fahrkartenautomaten der Pariser U-Bahn (auf Englisch).

Die Ein- und Ausgänge der Bahnsteige werden durch Drehkreuze oder Türähnliche Bahnsteigsperren kontrolliert, die sich entweder durch Coupon Fahrkarten mit Magnetstreifen (Ticket t+, Mobilis, etc.) oder kontaktlosen Smartcards wie dem Pass Navigo Découverte öffnen lassen. Dafür muss die Karte mit dem Magnetstreifen auf der Unterseite in den Automaten neben der Bahnsteigsperre gesteckt werden, wobei der Automat rechts von der Person sein muss (siehe Foto unten) und nicht mit einem roten Kreuz oder Kreis versehen sein darf, da solche Sperren nur für den Ausgang bestimmt sind. Die Fahrkarte wird auf der Oberseite des Automaten wieder freigegeben und muss wieder aus dem Automaten genommen werden, um die Schranke zu öffnen.

Wenn die Fahrkarte vom Automaten akzeptiert wird erklingt ein kurzer, heller Ton, manchmal zusammen mit einer Anzeige mit der Bitte, die Fahrkarte aus dem Automaten zu entnehmen (“Reprenez votre ticket”). Nachdem man das Ticket wieder an sich genommen hat, kann man durch das Drehkreuz bzw. näher an die Bahnsteigsperren gehen um zu warten, bis sich die Türen öffnen. Manche Sperren öffnen sich nur sehr langsam, besonders doppelseitige Türen, die zur Seite aufschwingen. Sollte die Fahrkarte vom Automaten als gültig anerkannt worden sein, die Türen scheinen sich aber nicht zu öffnen, stellen Sie sicher, dass Sie nah genug an der Tür stehen, um den Sensor für die Schranke auszulösen. Bleiben Sie ruhig und geraten Sie nicht in Panik. Die Türen sollten innerhalb von 5 Sekunden freigegeben werden. Wenn die Fahrkarte vom Automaten nicht akzeptiert wird ertönt ein längerer, tieferer (unangenehmer) Ton, manchmal mit einer Nachricht in roter Schrift, die auf ein ungültiges Ticket hinweist. In diesem Falle sollte ein Mitarbeiter am Schalter oder der Informationsstelle aufgesucht werden, die in der Regel den Rollstuhlgerechten Eingang für einen öffnen.

Um die Schranken mit kontaktlosen Smartcards zu öffnen muss man die Smartcard über die violette Kartenlesezone auf der oberen Seite der Automaten neben den Bahnsteigsperren halten. Der Transponder kann ein oder zwei Sekunden brauchen, um die Karte zu erkennen, daher sollte immer gewartet werden, bis ein “Ding” Ton ertönt, der eine gültige Karte bestätigt. Sollte die Fahrkarte nur noch wenige Tage gültig sein, ertönt ein Buzz-Ton anstatt eines Ding-Geräusches und eine Nachricht auf dem Display zeigt an, wie lange die Fahrkarte noch gültig ist. Daraufhin kann wie gewohnt durch die Absperrung gegangen werden.

In vielen U-Bahn Stationen fahren mehrere U-Bahnlinien an verschiedenen Plattformen innerhalb einer Station. Um den Weg zur richtigen Plattform in der richtigen Fahrtrichtung zu finden, muss besonders auf die Beschilderung innerhalb der U-Bahn Stationen geachtet werden.

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Paris Metro line sign

An jeder Kreuzung innerhalb der U-Bahn Station sind die U-Bahnlininien und evtl. die Namen der einzelnen Stationen aufgelistet, die die Fahrtrichtung anzeigen. Die Fahrtrichtung ist immer durch die letzte Station der jeweiligen U-Bahnlinie angegeben und nicht durch Nord, Süd, Ost und West Angaben. Um herauszufinden, in welche Richtung man fahren muss, sollte man am besten auf die Pariser U-Bahn Netzpläne zurückgreifen, die an jedem Eingang zu den U-Bahn Stationen sowie an den Bahnsteigen angebracht sind.

An fast allen Bahnsteigen sind über Kopfhöhe Anzeigen angebracht, welche die verbleibenden Minuten bis zur Ankunft der nächsten beiden Züge anzeigen. Die Anzeigen dienen außerdem als Bestätigung dafür, dass man an der richtigen Bahnlinie steht und in die richtige Fahrtrichtung fährt. Das folgende Foto zeigt die U-Bahnlinie 4 Richtung Porte d’Orleans mit einer verbleibenden Ankunftszeit von 4 Minuten bis zum nächsten Zug. Auf der anderen Seite des Bahnsteigs befindet sich die gleiche Anzeige in gleicher Farbe und mit gleicher Nummer, allerdings wird die Fahrtrichtung zu Porte de Clignancourt geändert, also die entgegengesetzte Richtung. Man sollte immer beachten, dass die Ankunftszeiten nur als ungefähre Angaben gedacht sind und nicht immer korrekt sind. Durch Verkehrsstaus und andere Vorfälle können sich die Minutenangaben jederzeit verlängern oder verkürzen.

In einigen wenigen, aber nennenswerten Fällen kann es vorkommen, dass manche U-Bahnlinien nur über einen anderen Bahnsteig für eine andere U-Bahnlinie erreichbar sind. Das heißt man kann annehmen, den richtigen Bahnsteig gefunden zu haben, obwohl dieser noch weiter entfernt ist. Daher sollte man immer ein besonderes Augenmerk auf die Anzeigen und die Netzfahrpläne am Bahnsteig legen um sich zu vergewissern, dass man am richtigen Bahnsteig wartet.

Pariser U-Bahn Züge
Die Züge der Pariser U-Bahn haben unterschiedliche Formen, Farben und Größen.

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Fast alle U-Bahn Wagons müssen per Hand durch einen Hebel oder Griff an der Tür selbst oder neben der Öffnung in der Mitte geöffnet werden. Die U-Bahnlinie 14 ist eine bemerkenswerte Ausnahme, da sie komplett automatisch und Führerlos fährt.

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In den U-Bahn Wagons gibt es umklappbare Sitze direkt neben den Türen, diese sollten allerdings nur benutzt werden, wenn genügend Platz für Ein- und Aussteigende Fahrgäste vorhanden ist. In der Hauptverkehrszeit ist es in der Regel zu voll, um diese Sitze zu benutzen. Die Hauptverkehrszeit in Paris ist die Möglichkeit, seine eigene “persönliche Distanzzone” auf die Probe zu stellen. Man sollte nicht überrascht sein, wenn man seinen kompletten Körper gepresst an jemand anderen wiederfindet. Das ist normal und wird von jedem akzeptiert. Es ist ganz einfach das Leben eines Berufspendlers in Paris. Man sollte auch nicht besorgt sein, an seiner Haltestelle nicht rechtzeitig aus der Bahn zu kommen. Ein einfaches “Excusez-moi” genügt und die Mitreisenden fangen an, Platz für einen zu machen, auch wenn sie dafür selbst aus der Bahn steigen müssen. Pariser sind sehr gewandt in U-Bahn Manieren und sollten Sie bis hierhin gelesen haben… sind Sie es jetzt auch.

Den Ausgang Finden

Wenn man an der gewünschten Station angekommen ist zeigen einem die blauen “Sortie” Schilder den Weg zum Ausgang.

Oftmals sind die Hinweise auf den Ausgang vermischt mit Schildern, die die Fahrtrichtung verschiedener U-Bahnlinien innerhalb der Station anzeigen. Das Foto zeigt die Vielfältigkeit der Beschilderung für die Ausgänge aus der Station sowie die verschiedenen Bahnlinien der U-Bahn und RER in der größten U-Bahn Station der Welt: Chatelet Les Halles.

Jeder Ausgang ist in der Regel nach dem Straßennamen oder der Sehenswürdigkeit benannt, an der man rauskommt.

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Um herauszufinden, welcher Ausgang der beste für das jeweilige Ziel ist, kann man die Karte mit den Ausgängen der Station zu Hilfe nehmen, die sich in der Regel gleich hinter den Bahnsteigsperren befindet (siehe folgenden Abschnitt).

Um die Bahnsteige innerhalb einer Station zu verlassen muss man entweder durch ein Drehkreuz (hierbei muss auf ein grünes Licht am Drehkreuz oder offene Schranken geachtet werden) oder durch Türen gehen, die durch Druckplatten oder Infrarotsensoren geöffnet werden.

(Türen, die sich durch Druckplatten öffnen lassen, sind auf der linken Seite des unteren Bildes zu sehen.)

Häufig gestellte Fragen

Pariser Metro vs. RER – Was ist der Unterschied?

Die Metro ist ein klassisches U-Bahnsystem: Meistens unter der Erde, viele Haltestellen, häufige Abfahrtszeiten, kurze Strecken, Bedienung des Stadtzentrums, es gibt unplanmäßgige Abfahrtzeiten. Der RER (Réseau Express Régional) ist ein Zugsystem für Pendler, das die meisten Gebiete des Großraums Paris anfährt (Ile-de-FranceIle-de-France), inklusive ausdrücklich beide Pariser Flughäfen: Paris Roissy-Charles de Gaulle (CDG) und Paris-Orly (ORY) , Disneyland® Paris sowie Chateau Versailles. Das Verwirrende an den RER Zügen ist, das sie auch das Stadtzentrum von Paris mit ein paar Stationen bedienen, wobei sie wie eine Express U-Bahnlinie benutzt werden können mit weniger Haltestellen, längeren Zügen und kürzerer Reisezeit. Die Pariser Tarifzonen gelten für das RER Bahnsystem, im Gegensatz zu der U-Bahn gibt es allerdings sechs unterschiedliche Zonen. Die Ticket t+ Fahrkarte für die U-Bahn kann auch in den RER Zügen benutzt werden, aber nur innerhalb der Zone 1, dem eigentlichen Stadtzentrum von Paris, das umgeben ist von der Ringstraße Boulevard Periphérique.

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Artikel zum Weiterlesen

Geschichte, Fakten und Zahlen der Pariser U-Bahn (wikipedia)
Paris Regional Transport Authority, RATP (ein Teil der Seite ist auf Englisch verfügbar)
Anleitungen für die Pariser Flughafen Züge, Disneyland Paris Züge und Pariser U-Bahn Stationen

References

  1. STIF: Les Chiffes, 2005. „Le Reseau du Transports en Commun“. http://www.stif-idf.fr
  2. Extension of M14 & M13 lines in 2007 & 2008 has added 3 new stations, now totalling 300. http://extension-reseau.ratp.fr